2014: Einführung

06/30/2014
von Admin Admin

Im Mai 2013 saß Amit Tyagi in einem Aeroflot-Flug von Neu Delhi nach Düsseldorf. Ziel war ein internationaler Kongress zum Thema Religion und Liberalismus. Ein Ereignis, das das Leben des Inders in zweierlei Hinsicht veränderte: Zum einen überzeugte ihn der Austausch auf dem Kongress mit Menschen aus aller Welt so sehr, dass er auf das Public Policy-Studium an einer indischen Universität verzichtete – zugunsten des internationalen Public Policy-Programms an der Willy Brandt School der Universität Erfurt. Zum anderen wurde ihm während besagten Fluges ein globales Problem bewusst, das sein Leben und Handeln zukünftig prägen sollte und nun auch Thema seiner Master-Arbeit an der Brandt School ist: das Problem der Nahrungsmittelverschwendung. Alles, was der Fluggast von den Mahlzeiten während eines Fluges nicht isst, wird weggeschmissen, obwohl es eventuell noch verschlossen ist und obwohl es nicht schlecht ist. Noch im Flugzeug verfasst Amit für die Fluglinie einen Verbesserungsvorschlag für den Umgang mit Nahrungsmitteln im Flugzeug. Später diskutiert er darüber mit Familie und Freunden. Er vergleicht die Erfahrungen aus Deutschland mit denen in seiner Heimat, recherchiert, liest Studien und Berichte und kommt schnell zu einem Schluss: Wir bringen Arbeitskraft auf, roden Wälder für Acker- und Weideflächen, verwenden lebenswichtige Ressourcen wie Wasser und stoßen CO2 aus, um Lebensmittel zu produzieren, die wir dann wieder wegwerfen – und für deren Abbau wiederum Energie und Ressourcen verbraucht und Abgase freigesetzt werden. Und das wohlgemerkt während jeder neunte Mensch auf der Welt keinen Zugang zu regelmäßigen Mahlzeiten hat und jeden Tag etwa 25.000 Menschen weltweit an Hunger sterben. in 2015, Amit Tyagi hat der Nahrungsmittelverschwendung deshalb den Kampf angesagt – als sein Beitrag für eine bessere und vor allem friedlichere Welt. Mit FOOD e.V. (Foundation Of Our Development) hat der Student gemeinsam mit einigen Mitstreitern eine Freiwilligen-Organisation gegründet, um auf das Problem überhaupt erst einmal aufmerksam zu machen.

Source: www.uni-erfurt.de/studium/rund...